Zweckverband Katholische Tageseinrichtungen für Kinder im Bistum Essen

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KTK-Bundesverband: Verlässliche Impfstrategie notwendig

Freiburg/Berlin, 11. Februar 2021. Die von Bund und Ländern angekündigte schrittweise Öffnung der Kindertagesbetreuung berücksichtigt die Realität in den Einrichtungen nicht, die bereits für einen Großteil der Kinder geöffnet sind. Nach einem Jahr Pandemie sind die Maßnahmen zum Arbeitsschutz und die flächendeckende Möglichkeit von Test immer noch unzureichend, kritisiert der Bundesverband katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK).

„Dass Kinder und Eltern auf die Angebote von Kindertageseinrichtungen angewiesen sind, wissen wir. Deswegen hatten in den zurückliegenden Wochen auch über 80 Prozent unserer Einrichtungen geöffnet!“ Darauf weist Clemens Bieber, Vorsitzender des KTK-Bundesverbandes hin. Es sei dringend geboten, die Situation der Fachkräfte in den Blick zu nehmen. „Solange die Erzieherinnen und Erzieher nicht geimpft sind, müssen die erforderlichen Voraussetzungen für ein sicheres Arbeiten in Kindertageseinrichtungen sichergestellt werden, so der Würzburger Domkapitular.

„Unsere pädagogischen Fachkräfte arbeiten seit Monaten unter schwierigen Bedingungen, um die Kindertagesbetreuung aufrechterhalten und leisten für Kinder und deren Eltern einen unverzichtbaren Beitrag in der Pandemie“, betont Mirja Wolfs, stellvertretende Vorsitzende des KTK-Bundesverbandes. „Damit sie trotz der hohen Belastung gut arbeiten können, brauchen sie unverzüglich mehr Unterstützung“, stellt Mirja Wolfs klar. Dazu gehören nach Auffassung des KTK-Bundesverbandes sichere Teststrategien, bei denen die pädagogischen Fachkräfte vorrangig berücksichtigt werden, flächendeckende Maßnahmen zum Infektionsschutz und zur Verbesserung der Hygiene, die von Bund und Ländern unterstützt und koordiniert werden, die Betreuung der Kinder in kleinen Gruppen und die damit erforderliche Ausweitung der Raumkapazitäten zur Minimierung des Infektionsgeschehens, indem öffentliche Gebäude zur Verfügung gestellt werden. „Erforderlich sind aber auch flexible Übergangslösungen von ergänzenden Arbeitskräften und deren Finanzierung“, so Mirja Wolfs.

„Dass nun darüber beraten wird, wie die pädagogischen Fachkräfte so schnell wie möglich geimpft werden können, unterstreicht die Bedeutung der Kindertageseinrichtungen“, darauf weist Clemens Bieber hin. Dringend erforderlich sei es jetzt, für die Impfung des Personals in Zusammenarbeit mit den Trägern verlässliche Umsetzungskonzepte zu entwickeln, um einen möglichst reibungslosen Ablauf sicherstellen. Dazu gehören unter anderem umfangreiche Informationen, eine koordinierte Terminvergabe und mobile Impfteams.

Der KTK-Bundesverband ist ein Fachverband des Deutschen Caritasverbandes. In ihm sind 8.000 katholische Kindertageseinrichtungen mit über 106.000 pädagogischen Fachkräften organisiert.

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