Zweckverband Katholische Tageseinrichtungen für Kinder im Bistum Essen

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Tipps für Familien: digitale Medienangebote

Digitale Medien nehmen einen selbstverständlichen Teil in der kindlichen Lebenswelt ein. Kinder lernen den Umgang mit digitaler Technik bereits in ihrem familiären Umfeld als selbstverständlich kennen und übernehmen diese Erlebnisse in ihre Erfahrungs- und Lernwelt. Sie entwickeln schon früh eine natürliche Neugierde für den Umgang mit Tablet, Smartphone und Computer. Doch bergen die digitale Welt und das Internet auch einige Risiken. So beispielsweise die Gefahren, dass Kinder mit Inhalten in Kontakt kommen, die nicht ihrem Alter entsprechen, oder dass sie Medien zu lange konsumieren. Daher ist es notwendig, Kindern sichere und altersangemessene Medienangebote zur Verfügung zu stellen und die Medienbildung nicht nur in der Kindertageseinrichtung, sondern auch zu Hause zu begleiten und einzugrenzen.

Mediennutzung in der Familie

Maja Redeker

„Innerhalb der Familie wird die Frage nach einer angemessenen Mediennutzung im Kindesalter immer präsenter. Eltern wünschen sich häufig Unterstützung“, berichtet Maja Redeker, zuständig für das Thema Digitalisierung in der frühkindlichen Bildung im KiTa Zweckverband. „Es ist wichtig, die Anliegen und den Informationsbedarf der Eltern aufzugreifen, denn Kinder sammeln ihre Medienerfahrungen primär im familiären Umfeld“, fügt sie hinzu. So gibt es im Umgang mit digitalen Medien beispielsweise hilfreiche Kriterien, nach denen sich Angebote wie Kinder-Apps auf ihre pädagogische Eignung hin prüfen lassen. Die Fachberatung hat in diesem Kontext eine kurze Checkliste zusammengestellt, die Eltern und pädagogische Fachkräfte bei der Medienauswahl unterstützen können:

  • altersangemessene Bedienung (nicht zu viele Navigationsmöglichkeiten)
  • Inhalt für Kinder verständlich (z. B. Vorlesefunktion von Textinhalten)
  • Kindersicherung und Datenschutz: keine persönlichen Daten, keine Werbung, keine Links ins Internet, keine Verknüpfungen zu sozialen Netzwerken
  • offline voll funktionsfähig
  • inhaltlich knüpft App an kindliche Lebenswelt an
  • Angebot fordert zu kommunikativer, kreativer und reflektierter Nutzung auf
  • App dient nicht dem reinen, unreflektierten Medienkonsum

 

"Mithilfe dieses kurzen Kriterienkatalogs können Eltern im Idealfall vor, aber spätestens während der Nutzung der Apps und Webseiten überprüfen und bewerten, ob das Angebot überhaupt für ihre Kinder geeignet ist", so Redeker. Zwar würden viele Anbieter/innen ihre Produkte als kindgerecht deklarieren, die letztendliche Bewertung müsse allerdings durch die Eltern erfolgen.

Als zusätzliches Unterstützungsinstrument stellt die pädagogische Fachberatung eine Übersicht über Internetseiten, die für Kinder geeignet sind und spannende Medienangebote enthalten, bereit. Hier wurde die fachliche Prüfung bereits vorgenommen, um Familien und pädagogische Fachkräfte bei der Suche nach den passenden Angeboten zu entlasten. Darüber hinaus wurde ein Handlungsleitfaden für den sicheren Medienumgang von und mit Kindern entwickelt, der sich in erster Linie an Eltern richtet, aber auch für die pädagogischen Fachkräfte bedeutsam ist.

Download: Handlungsleitfaden „Bewusster Umgang mit Medien“

Download: Übersicht „Internetseiten für Kinder“

Dauer der (digitalen) Mediennutzung

Bei allen Überlegungen müsse stets beachtet werden, dass im frühen Kindesalter das zeitliche Pensum, in dem Medien konsumiert werden, limitiert sein sollte. So empfiehlt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, dass Kinder in den ersten drei Lebensjahren am besten gar keine Bewegtbildangebote anschauen sollten, ab drei Jahren könnte dies im Umfang von 30 Minuten pro Tag unter Aufsicht geschehen. Eine Alternative bilden Audioangebote, beispielsweise Musik, Hörspiele oder Kinder-Podcasts, die Kinder bereits selbstständig und im zeitlichen Umfang von einer halben Stunde anhören können. Hier empfiehlt es sich, auf Bluetooth-Boxen zurückzugreifen, damit die Kinder keinen direkten Zugriff auf internetfähige Geräte erhalten. Analoge Medien wie Bücher und Bilderbücher können hingegen ungeachtet des Alters der Kinder angeschaut und (vor-)gelesen werden. Natürlich handelt sich hierbei letztendlich aber um eine individuelle Entscheidung der Eltern, die die Kompetenzen und Erfahrungen ihrer Kinder am besten einschätzen können.

zeiten mediennutzung

Quelle: https://www.kindergesundheit-info.de/fileadmin/user_upload/kindergesundheit-info.de/Download/Medienumgang/Empfehlungen-der-Dauer-Mediennutzung_BZgA_kindergesundheit-info.pdf

Mediennutzung in der KiTa

"Mit dem Fortschreiten der Digitalisierung nehmen Angebote wie Apps, Internetseiten oder Unterhaltungsangebote, die speziell für Kinder entwickelt sind, zu und finden zunehmende Aufmerksamkeit in der Bildungsarbeit in unseren Kindertageseinrichtungen", berichtet Maja Redeker. "Uns ist bewusst, dass die materielle Ausstattung und die digitale Infrastruktur Faktoren für gelingende digitale Medienbildung in KiTas sind. Unsere Einrichtungen verfügen beispielsweise über Convertibles, die die pädagogischen Fachkräfte sowohl für administrative Tätigkeiten als auch für die pädagogische Arbeit nutzen. Zum einen können sie dort das Verwaltungstool KiTaPLUS aufrufen und Informationen aus der KiTa einpflegen, zum anderen können sie mithilfe von Apps oder Webseiten den Kindern Medienangebote zugänglich machen. Außerdem besteht im KiTa Zweckverband die Möglichkeit, einen digitalen Werkzeugkoffer auszuleihen, in welchem unter anderem eine Digitalkamera, ein Bluetooth-Lautsprecher, ein Tellimero-Stift sowie ein Bee-Bot enthalten sind", so Redeker.

bee botDie Roboter-Bienen namens Bee-Bots merken sich bis zu 40 verschiedene Kommandos, die die Kinder über die Richtungstasten eingeben können. Der Miniroboter auf Rädern speichert eine Abfolge von Bewegungen und führt diese schrittweise aus. Neben Vorwärts- und Rückwärtsbewegungen kann sich die Biene auch um jeweils 90° nach links oder rechts drehen. So können die Kinder den Weg der Biene zu einem vorgegebenen Ziel programmieren. Das bereitet nicht nur Freude, sondern schult auch das logische und räumliche Denken.

vaterunser tellimeroMit dem sprechenden Tellimero- oder BOOKii-Stift können selbstständig Sprachaufnahmen aufgezeichnet und abgespielt werden. Mit dem Stift synchronisierte Stickerpunkte können von den Kindern angetippt werden, woraufhin die aufgezeichnete Sprachdatei abgespielt wird. In der KiTa St. Christophorus in Meinerzhagen haben die Kinder beispielsweise das Vater Unser (Artikel Link) eingesprochen und für alle Kinder gut sichtbar am Herzensort bereitgestellt. Ein kurzes Antippen mit dem sprechenden Stift genügt, schon wird das Vater Unser als Audiodatei abgespielt. Stifte von diesen und weiteren Marken eignen sich auch im privaten Kontext zum Entdecken und Vorlesen von Büchern und erfreuen sich großer Beliebtheit.

convertible medienangebotGemeinsam mit der Contilia ist außerdem das digitale Medienangebot namens KiCo entstanden. Die KiCo App, die nur den KiTas zur Verfügung steht und nicht öffentlich heruntergeladen werden kann, soll für ein achtsames und gesundes Leben sensibilisieren und das alles anhand eines monatlich ausgewählten Tieres. Eine gesunde Lebensweise ist ein wichtiges Bildungsziel in den Einrichtungen und kann mithilfe der App spielerisch eingeübt werden. Die auf den Convertibles vorinstallierte App bietet sowohl für die pädagogischen Fachkräfte als auch für die Kinder vielfältige Inhalte. Im Rahmen von KiCo werden Gesundheits- und Medienbildung miteinander verzahnt und den Kindern digitale Lernangebote eröffnet.

Der KiTa Zweckverband schätzt diese Medien als digitale Hilfsmittel sowie als Ergänzung der pädagogischen Arbeit. Es wird als bedeutsam und nachhaltig empfunden, die pädagogischen Fachkräfte aller Einrichtungen durch Fort- und Weiterbildungsangebote in ihrer professionellen Medienkompetenz zu stärken, sodass sie in Fragen der digitalen Medienbildung handlungssicher auftreten können.

Digitaler Bildungsauftrag

Kindertageseinrichtungen als gesellschaftlich relevante Bildungsinstitutionen müssen sich weiterentwickeln, auf Digitalisierungsprozesse einlassen und Kinder, die in einer digitalen Welt aufwachsen, angemessen in ihrer Entwicklung begleiten. Wir möchten Kinder durch frühe digitale Bildung an eine verantwortungsbewusste Mediennutzung heranführen und als kompetente Menschen in der digitalen Welt fördern. Sie sollen lernen, digitale Medien als Werkzeuge ihrer individuellen Lern- und Bildungsprozesse zu nutzen. Kinder sind in ihrer Entwicklung als verantwortungsvolle und selbstbestimmte Personen zu unterstützen. Fachkräfte und Eltern handeln dabei als Medienvorbilder.

Digitales Manifest definiert gemeinsame Haltung

Der KiTa Zweckverband hat ein Digitales Manifest veröffentlicht, in dem die gemeinsamen Werte und die Vision des KiTa Zweckverbandes festgeschrieben sind. Der Verband verpflichtet sich darin, jedem Kind Zugang zur digitalen Welt zu ermöglichen, ihm aber gleichzeitig auch Schutz vor Diskriminierung und Missbrauch zu gewähren: https://www.kita-zweckverband.de/3158-digitales-manifest.html

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