Mit zunehmendem Alter und Entwicklung steigt der Wunsch der Kinder, eigenständig handeln und entscheiden zu können. Das Kind erprobt, wann und wozu das eigene Anliegen eingesetzt werden kann und an welcher Stelle ihm Widerstände begegnen. Kinder benötigen dafür genügend Raum im Alltag, um selbst tätig zu sein. Sie müssen Ideen einbringen und ausprobieren können. Gleichzeitig benötigen sie klare Begründungen und Erklärungen von den Erwachsenen, wenn etwas nicht möglich ist. Diese dienen dem Kind als soziale Orientierungshilfen. Gleichzeitig ist die Autonomiephase für Kinder mit vielfältigen Emotionserfahrungen wie Wut, Frust, Trauer und Freude verbunden. Hier benötigen Kinder Erwachsene, die sie dabei unterstützten, die Gefühle zu benennen, um dem Erleben einen Ausdruck verleihen zu können. Gemeinsam über Gefühle zu sprechen und Emotionen wie Wut, Trauer und Ärger zu thematisieren, kann Kindern helfen, einen konstruktiven Umgang damit zu lernen.

