Aus den KiTas
KiTa erhält Auszeichnung für nachhaltiges Engagement
In der KiTa St. Barbara in Bottrop wird Nachhaltigkeit großgeschrieben. Im Rahmen verschiedener Projekte werden die Kinder für einen bewussten Umgang mit Ressourcen sensibilisiert. Bei allen Projekten werden auch die Familien beteiligt, sodass das Thema Nachhaltigkeit auch außerhalb der KiTa präsent bleibt.
Die pädagogischen Fachkräfte haben den Rahmen dafür geschaffen, dass sich die Kinder spielerisch mit Zukunftsthemen wie Artenvielfalt, erneuerbare Energien, nachhaltige Ernährung, aber auch mit Chancengerechtigkeit oder Partizipation beschäftigen:
- Eine neue Tauschtelefonzelle ermöglicht es, dass Kinder und Familien Spiele, Bücher oder digitale Medien kostenlos tauschen können. Die Idee: Wer etwas nicht mehr braucht, stellt es in die Telefonzelle - wer etwas Neues entdeckt, nimmt es mit. Dieses einfache Prinzip fördert Nachhaltigkeit, reduziert Müll und schenkt gebrauchten Materialien ein zweites Leben. So entsteht ein gemeinschaftlicher Kreislauf, in dem alle profitieren können.
- Wie viel Strom nutzen wir eigentlich im Alltag? Wo überall gibt es Strom? Welche Geräte funktionieren ohne Strom? Diesen Fragen gingen die Kinder an einem besonderen stromfreien Tag in der KiTa nach. Schnell wurde klar, dass Licht, Küchengeräte und sogar Heizung Strom brauchen. Ein Tag ohne Strom war eine spannende Herausforderung. Das Frühstück wurde ohne Geschirr vorbereitet, gespielt wurde bei Tageslicht und statt Musik aus der Anlage zu hören, wurde gesungen. Die Kinder merkten: Ein Tag ohne Strom ist möglich - aber anders. Beim Mittagessen halfen die Eltern tatkräftig mit: Auf einem Gasgrill bereiteten sie Würstchen zu, sodass niemand hungrig blieb. Unterstützt wurde das Projekt von ELE, dem kommunalen Energieversorger.
- Papier ist überall in der KiTa zu finden, z. B. in Büchern oder zum Basteln und Malen. Doch woher kommt es eigentlich? Schnell wurde den Kindern klar: Altpapier zu nutzen, schont die Natur. Deshalb stellten sie aus alten Zeitungen ihr eigenes Papier her. Außerdem bemalten sie Baumholzscheiben, schrieben mit Kreide auf Tafellack und entdeckten nachhaltige Alternativen. So lernten sie spielerisch, bewusst mit Papier umzugehen und die Umwelt zu schützen.
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der frühkindlichen Bildung hat das Ziel, Kinder zu zukunftsfähigem Denken und Handeln zu befähigen. Es geht darum, langfristige Folgen für Mensch und Natur gemeinsam zu reflektieren sowie verantwortlich entsprechende Schlussfolgerungen aus dem eigenen Handeln zu ziehen. Kinder können durch vielfältige Erfahrungen lernen, welchen Einfluss ihr eigenes Handeln auf die Mitmenschen und die Natur hat. Bildung für nachhaltige Entwicklung hat des Weiteren das Ziel, Kinder zu verantwortlichem Denken und Handeln zu befähigen, sodass sie autonom, solidarisch und sachkompetent handeln können.

